In der ersten Woche der Sommerferien blieb es an der Theo-Hespers-Gesamtschule alles andere als still. Zwölf Kinder aus den Jahrgängen 5 bis 7 verbrachten die Tage gemeinsam bei uns, täglich von 9 bis 16 Uhr, und machten aus der ersten Ferienwoche ein kleines Abenteuer. Das Angebot war kostenlos, denn wir finden, dass schöne Ferienerlebnisse keine Frage des Geldbeutels sein sollten.
Langeweile hatte in dieser Woche keine Chance. Gleich zu Beginn wurde gemeinsam geschnippelt und gekocht. An einem anderen Tag ging es in die Stadtbibliothek, wo die Kinder zwischen den Regalen stöberten und ganz nebenbei entdeckten, wie viel es dort zu finden gibt. Besonders schön war der Ausflug in den Hardter Wald. Mit Picknick im Gepäck ging es hinaus ins Grüne, und zwischen Spielen und Toben verging der Tag wie im Flug. Auch der Wildpark in Düsseldorf hinterließ Eindruck. Die Rehe ließen sich füttern, und für manches Kind war es das erste Mal, ein Wildtier so nah zu erleben.
Kreativ wurde es bei den Bastel- und Malaktionen. Die Kinder gestalteten ihre eigenen Shirts, malten, mischten Farben und trugen am Ende ganz stolz ihre selbst gemachten Stücke. Jedes Ergebnis war ein Unikat, und man sah den kleinen Künstlerinnen und Künstlern die Freude an ihrer Arbeit deutlich an.
Ein wirklich besonderes Highlight war die große Mutprobe. Die Aufgabe klang zunächst einfach, hatte es aber in sich: Aus einem einzigen Apfel sollte durch Tauschen in der Nachbarschaft etwas möglichst Großes werden. Also zogen die Kinder los, klingelten bei den Nachbarinnen und Nachbarn, erklärten ihr Vorhaben und handelten mit großem Mut. Ganz im Sinne unseres Konzepts: eine kleines Herausforderung. Dabei lernten sie unsere freundliche Nachbarschaft von einer ganz neuen Seite kennen. Was am Ende zusammenkam, übertraf die Erwartungen: eine große Kiste voller Lego, mehrere Gesellschaftsspiele, jede Menge Süßigkeiten, Dekoration und Bücher. Aus einem Apfel wurde viel mehr: Erfahrung und besonders die Erkenntnis, dass sich Mut und Freundlichkeit immer auszahlen.
Den krönenden Abschluss bildete die Übernachtung in der Schule von Freitag auf Samstag. Gemeinsam wurde gekocht, und danach verwandelte sich die große Mensa in einen Kinosaal. Mit Snacks, Decken und Kissen ließen die Kinder den Abend gemütlich ausklingen. Das größte Kribbeln kam allerdings mit der Dunkelheit, denn nachts in der eigenen Schule zu sein, wenn sonst niemand da ist, das hat schon etwas Besonderes und wurde zum absoluten Höhepunkt der ganzen Woche.
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